In Deutschland leben etwa dreieinhalb Millionen Muslime als wichtiger Teil der Gesellschaft. Doch Islam und Islamismus, Moslem und Terrorist werden oft nicht mehr auseinandergehalten. "Wie gut kennen Sie sich mit der Religion des Propheten Mohammed aus?", fragt die WELT und lädt ein zum Wissenstest.
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Gar nicht so schlecht!
Ingo Koll | 07/02/2008, 23:32
Ich finde den Test im Ganzen gar nicht so schlecht.
Was die beiden sprachlichen Beispiele betrifft:
"Almosensteuer" finde ich zwar nicht glücklich - aber das ist auch unter deutschsprachigen Muslimen gebräuchlich. (google:"Almosensteuer inschallah" führt auf etliche islamische Seiten) - es ist ja eher ein Problem der deutschen Begrifflichkeit. Immerhin dürfte die Verwendung des Ausdrucks wesentlich auf den Altmeister Rudi Paret zurückgehen, der ihn in seiner Koranübertragung durchgehend verwendet.
Allah ist nun mal islamisch gesehen der Gottesname. Die obige Bemerkung zur arabischen Sprache ist genauso richtig - es schliesst sich ja nicht aus.
Inhaltlich fielen mir die Fragen 31, 35 und 40 auf.
31 gibt die falsche Information, dass die meisten Profeten der Bibel im Koran stehen würden.
35 erklärt, dass es im Islam keine Zwangsbekehrungen gebe - das müsste man zumindest klarer formulieren, denn empirisch gab es sie nur zu oft...
40 ist die Frage nach dem Grund des Schuhausziehens, m.E. mit einer irreführenden Alternative und einer Antwort versehen, die nicht stimmt - es geht nicht um Bequemlichkeit, sondern um Reinheit des Teppichs - insofern auch eher nicht um "Hygiene" im modernen Sinne.