Online-Lernplattform: Das haben Sie als Lehrkraft davon!

JuliaBorn | 15 April, 2009 00:51

"Warum soll ich mich als Lehrer jetzt auch noch mit dem Internet beschäftigen?" Ja, warum eigentlich? Sich in eine Lernplattform einzuarbeiten, kostet Zeit. Andererseits sind Lehrkräfte, die die neuen Medien im Unterricht erprobt haben, meist begeistert. Sie berichten von Entlastung, Freude bei ihren Schülerinnen und Schülern und befriedigenderem Unterricht.


I. Entlasten Sie sich durch online unterstütztes Lernen.
II. Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern eine Freude.
III. Bieten Sie neue Lernchancen.

I. Entlasten Sie sich durch online unterstütztes Lernen.

Sparen Sie Zeit und Ressourcen:

  • Statt Zeitungsartikel zu kopieren, Arbeitsblätter zu vervielfältigen oder Folien zu beschriften, geben Sie Aufgaben online weiter.
  • Im nächsten Jahr ist alles gleich wieder griffbereit.
  • Verbesserungen und Veränderungen können Sie jederzeit einarbeiten. Aufgabenstellungen können Sie einer höheren oder niedrigeren Jahrgangsstufe anpassen.
  • Wenn Sie mögen, können Sie Materialien mit anderen Kollegen gemeinsam nutzen.

Schonen Sie Stimme und Nerven:

  • Unterricht ist Schwerstarbeit, wenn Sie sechs Stunden lang die Aufmerksamkeit von dreißig Halbwüchsigen auf sich fokussieren wollen ...
    Geben Sie Ihren Schülerinnen und Schülern Aufgaben, die sie fordern! Die sollen schwitzen und nachdenken, nicht Sie!
  • Mehr als im "klassischen" Unterricht sind Lernwege und Ergebnisse beim Online-Lernen dokumentiert. Als Lehrerin können Sie sich jederzeit ein Bild machen, was die Jungen und Mädchen geleistet haben - auch von zu Hause aus. Sie können gezielt Rückmeldungen geben und bewerten.

II. Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern eine Freude.

  • Das Internet ist ein reizvolles Medium. Machen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern die Freude, dass sie im Unterricht damit arbeiten dürfen!
    "Ist nutzvoll und macht Spaß", "Man hat ein ganz anderes Feeling, als wenn man an seinem Tisch sitzt vor seinem Heft", so und ähnlich äußern sich Schülerinnen und Schüler von Luxemburg bis Sachsen.
  • Kolleginnen und Kollegen stellen immer wieder fest, dass sich im Internet die Beteiligung verändert: Nun kommen auch die zum Zug, die sich nicht so gerne in der Klasse äußern, die etwas mehr Zeit brauchen, um Gedanken zu formulieren.
    Das nehmen auch die Jungen und Mädchen selbst wahr: "Auch diejenigen, die im Unterricht eher still sind, haben im Forum ihren Beitrag geschrieben. Außerdem hat man hier länger Zeit zum Überlegen, was man den eigentlich schreiben will, und kann sich so besser ausdrücken." "Es gab eine viel bessere Kommunikation in der Klasse."
    Und Chatten soll ja auch außerhalb der Unterrichtsthemen Spaß machen ;-)

III. Bieten Sie neue Lernchancen.

Natürlich vermitteln Sie Wissen und Kompetenzen. Wenn Sie mit neuen Medien arbeiten, erweitert sich das Lernfeld noch zusätzlich.
Vermitteln Sie ...

  • Medienkompetenz
    Klar, die meisten Heranwachsenden sind fit, was die Nutzung von digitalen Medien für Unterhaltung und Freizeit betrifft. Wie man sie aber sinnvoll und zielgerichtet arbeitet, da haben sie Nachholbedarf.
    Und da können Sie im Unterricht vieles vermitteln, z.B. was die Recherche und das Einschätzen und Beurteilen von Quellen betrifft.
  • Soziale Kompetenz
    Wenn der Austausch dokumentiert ist, z.B. im Forum, kann man auch darüber sprechen, welcher Kommunikationsstil die Zusammenarbeit fördert. Und wie man miteinander im Team arbeitet, um gute Ergebnisse zu erzielen.
  • Lernkompetenz
    Der Begriff vom lebenslangen Lernen hat sich durchgesetzt, weil er der Realität entspricht: Lernen und Weiterentwicklung enden nie. Doch lernen will gelernt sein!
    Schülerinnen und Schüler brauchen die Fähigkeit, sich Sachverhalte zu erschließen. Sie brauchen die Erfahrung, sich an etwas abzuarbeiten und irgendwann den Durchbruch zu schaffen.
    Online unterstütztes lernen bietet die Möglichkeit, individuelle Schwerpunkte zu setzen und persönliche Entdeckungen zu machen. Durch gezielte Rückmeldungen lernen die Heranwachsenden, Verbesserungsmöglichkeiten zu erkennen und bei der Sache zu bleiben, bis sie mit ihrem Werk zufrieden sein können.

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