Calvins Shopping-Mall

ChristophTerno | 30 Oktober, 2009 07:22

Die passenden Gedenkartikel aus der Schweiz, Deutschland, den USA, Frankreich und Brasilien sind über diese Website zugänglich. Das Angebot enthält neben informativen Artikeln zahlreiche Genussmittel von Calvin-Schokolade bis zum Calvin-Wein, um ein für allemal mit dem Vorurteil aufzuräumen, Calvin sei ein genussfeindlicher Mensch gewesen.

Link: http://www.calvin09.org/index.php?idcatside=571

Stefan Zweig & Calvin

ChristophTerno | 26 August, 2009 09:06

Calvin hatte bereits zu seinen Lebzeiten Gegner, die sich negativ über den Genfer Reformator äußerten. In der Liste der Vorwürfe tauchen wie religiöser Eifer, Intoleranz und Despotismus auf. Verdichtet findet man diese Bewertung der Persönlichkeit Calvins in Stefan Zweigs 1936 erschienener Roman "Castellio gegen Calvin. Ein Gewissen gegen die Gewalt".

Darin tritt der französische Humanist Sebastian Castellio Calvin auf, fordert Toleranz und Vernunft ein und verteidigt den in Genf der Gotteslästerung angeklagten Michael Servet. Toleranz und Totalitarismus verteilt Zweig auf seine beiden Figuren Castellio und Calvin. Insgesamt ist das Buch ein leidenschaftliches Plädoyer für Humanismus und Toleranz.

Allerdings würde man das Buch missverstehen, wenn man es lediglich als historische Darstellung lesen würde. Zweigs Buch ist eine Ablehnung jeglicher Diktatur und kann ist nur verständlich vor dem Hintergrund seiner Entstehung 1935/36 im Londoner Exil. Zweig schildert die (angebliche) "Machtergreifung" Calvins analog zu der der Nationalsozialisten. Hitler taucht in Zweigs Roman nicht auf, sondern von quasi von Calvin vertreten, das Genf der Reformationszeit repräsentiert das frühe Nazideutschland. Dass dieser Vergleich schon deswegen unzutreffend ist, weil Calvin nie ein politisches Amt innehatte, braucht eigentlich nicht extra erwähnt zu werden.

Calvin-Werbemittel

ChristophTerno | 19 August, 2009 08:36

300px breitDer komm-Webshop bietet zum 500. Geburtstag Calvins Werbemittel für Veranstaltungen in - nicht nur reformierten - Gemeinden. Dazu gehören eine DVD, Bücher, Plakate, Aufkleber, Gedenkmünzen, Fahne, Tasse, Kugelschreiber.

Wer sich bei dieser Vielfalt nicht entscheiden kann, findet ein besonderes Highlight in der Calvin-Kiste. Hier gibt es sozusagen Calvin-in-a-box: Neben einer Auswahl an Werbemitteln befinden sich darin Texten für den Gemeindebrief, Gottesdienst- und Unterrichtsentwürfe.

Link zum Webshop: http://www.ekmd.de/webshop/catalog/index.php?cPath=89

Calvins Institutio als RSS-Feed

ChristophTerno | 22 Juni, 2009 22:14

Durch das Jahr mit Calvins Institutio. Wöchentlich erscheint ein neuer Auszug aus Calvins theologischem Hauptwerk, der "Institutio christianae religionis" (deutsch: "Unterricht in der christlichen Religion"). Eine originelle Idee auf der Website der EKD zum Calvinjahr! Das in vier Bücher unterteilte Werk erschien erstmals 1536 in Basel.

Link zur Seite: http://www.ekd.de/calvin/arbeit/institutio.php

Link zum RSS-Feed: http://www.ekd.de/calvin/calvin_institutio_rss.php

Link zur Institutio lateinisch: http://www.archive.org/details/institutiochrist1559calv

Link zur Institutio deutsch: http://www.calvin-institutio.de/

Calvijnwijn

ChristophTerno | 04 Juni, 2009 10:08

Was hat Calvin mit Wein zu tun?, werden sich vielleicht manche fragen. Das Institut für Reformationsforschung in Appeldorn hat den "Calvijnwijn" in einer Auflage von 5000 Flaschen herausgebracht. Der Wein stammt allerdings nicht aus den Niederlanden, sondern wird aus Südafrika importiert. Wie es zu dieser Idee kam, lässt sih einfach erklären: "Het Luthermuseum in Wittenberg verkoopt bier; bij Calvijn dachten we aan wijn."

Dieser Wein ist nichts für Genussverächter, wird sein Geschmack doch beschrieben als "zeer rijke rijpe geur met veel bessenfruit en zachte vanille. Een frisse, elegante smaak met kracht, rokerigheid, vanille, karamel en bessenfruit. En een lange, kruidige afdronk, een beetje mint en rokerig met karamel."

Obwohl Calvin ein Gegner übermäßigen Alkoholgenusses war, soll erst selbst gern ein Glas Wein getrunken haben.

Link: http://www.500jaarcalvijn.nl/index.php?paginaID=19

Link: http://www.instituutreformatieonderzoek.nl

Die holländische Tomate

ChristophTerno | 25 Mai, 2009 19:05

Einen interessanten Zusammenhang zwischen dem Calvinismus und der holländischen Tomate stellt die Oldenburger Sozialwissenschaftlerin Anabella Weismann heraus. Ihr Beitrag erschien in dem von den Politikwissenschaftlern Gebhard Moldenhauer (Universität Oldenburg) und Jans Vis (Universität Groningen) in deutscher und niederländischer Sprache herausgegebenem Werk "Die Niederlande und Deutschland – Einander kennen und verstehen". Durch dieses Buch sollen Deutschland den Niederländern und die Niederlande den Deutschen erklärt werden, wie hier am Beispiel der holländischen Tomate. Es muss nämlich eine Erklärung dafür geben, dass die calvinistisch geprägten Niederländer nur 4,2 kg Tomaten pro Person und Jahr verbrauchen, die eher lutherisch geprägten Deutschen dagegen mit 8,8 kg mehr als das Doppelte.

Weismann charakterisiert die Tomate als "prall, rund, sinnlich, glänzend, fleckenlos, strahlend rot, ist die holländische Tomate eine bleibende Erinnerung an das verlorene Paradies. ... Sie bleibt Erinnerung an und Verlockung zu ungehemmten Sinnenfreuden, Erinnerung an ein Utopia ohne Arbeit und ohne moralische Beschränkungen. Und dann der plötzliche Wechsel von der Augenlust zur Realisierung der Begehrlichkeit im Biss hinein - der fade, wässrige, papp-styroporartige Geschmack erinnert unmittelbar an das calvinistische Zweite Gebot, das Bilderverbot, das für Luther so unwichtig war, dass er es unter das erste subsumierte: 'Du sollst Dir kein Bildnis noch Gleichnis machen...', du sollst dir nicht in deiner Phantasie eine glückliche, lustbetonte, freudvolle Welt ohne Sorgen und Schufterei ausmalen. Du sollst nicht genießen, Genuss ist Wollust, Wollust ist Sünde, Kreaturverherrlichung, Abgötterei: 'Bete sie nicht an und diene ihnen nicht...' Deshalb wird in den calvinistisch geprägten Niederlanden die Tomate nicht als Objekt des Genusses, sondern als Handelsobjekt gezüchtet." (Quelle: Uni-Info 5/2001, http://www.presse.uni-oldenburg.de/uni-info/2001/5/thema.htm)

Ausgehend von dieser Deutung des Verhältnisses der Niederländer zu "ihrer" Tomate stellt Weismann einen Bezug zur calvinistischen Prädestinationslehre her: Der Biss in die Tomate mach dem Calvinisten schmerzhaft den Sündenfall und die daraus folgende Unterscheidung von Auserwählten und Verdammten bewusst. Eine Strategie zur Bewältigung der damit verbundenen Angst und Unsicherheit ist deren arbeitstherapeutische Verdrängung – "Ackern für Deutschland"!

Das abgebildete Plakat können Sie auch online bestellen: http://www.ekmd.de/webshop/catalog/product_info.php?cPath=89&products_id=797

Calvin und die Niederlande

ChristophTerno | 12 Mai, 2009 21:39

Johannes Calvin und die Niederlande sind fast schon ein Synonym. Beatrice Born vom Schweizer Radio DRS2 spricht mit Elsbeth Gugger über die Rolle, die Johannes Calvijn, wie er auf niederländisch heißt, heute in den Niederlanden spielt. Eigenschaften wie Mäßigung, Sparsamkeit, Loyalität gegenüber der Obrigkeit werden in den Niederlanden als typisch calvinistisch angesehen. Darüber hinaus berichtet Elsbeth Guggerüber "echte Calvinisten" in den Niederlanden, die ihr ganzes Leben an der Bibel ausrichten und beispielsweise Krankenkassen, Autoversicherungen, Impfungen ablehnen.

Link: http://www.drs.ch/www/de/drs/sendungen/drs2aktuell/2643.bt10072489.html

Testen Sie Ihren C-Faktor

ChristophTerno | 03 Mai, 2009 10:05

Calvin-Test von TrouwWie calvinistisch sind Sie? Berechnen Sie Ihren calvinistischen Faktor. Sind Sie ein Calvinist in Ihrem Glauben, bei der Arbeit und in Ihren Beziehungen? Der Test wird von dem niederländischen Portal Trouw in deutscher Sprache angeboten. Das Ergebnis erhalten Sie in Prozent mit einer Einstufung (zum Beispiel "Vollblut-Calvinist"). Das eigene Ergebnis kann an einen Freund geschickt werden, um die Ergebnisse zu vergleichen.

Link: http://www.trouw.nl/nieuws/religie-filosofie/article2065191.ece

Calvinistische Kapitalisten?

MichaelWaltemathe | 16 April, 2009 11:26

Nichts scheint Calvinisten so anzufechten wie die Idee von der Entstehung des Kapitalismus im Gefolge des Calvinismus. Achim Detmers erklärt in diesem Video - mit einem interessanten Hilfsmittel - warum diese Verknüpfung nicht korrekt ist.

In birae predestinas

ChristophTerno | 09 April, 2009 11:26

Begleiten Sie Calvin in die Stadt Genf um das Jahr 1560. Folgen Sie ihm auf seinem Weg vorbei an der Kathedrale St. Pierre in seine Kammer und erfahren Sie, was er dort nach getaner Arbeit tut. Sie werden überrascht sein. Diese Website räumt ein für alle mal mit dem Vorurteil auf, Calvin sei ein genussfeindlicher Mensch gewesen.

Link: http://www.calvinus.ch